Was hat der Gärtner mit der Cannabisplantage zu tun?

In einem aktuellen Verfahren, in dem der BGH über die Revision des Angeklagten zu entscheiden hatte, stellte sich folgende Frage: Wie sind die Gartenarbeiten des Angeklagten außerhalb des nicht bewohnten Einfamilienhauses seines Bruders strafrechtlich zu bewerten, wenn der Bruder – in Kenntnis des Angeklagten - im Keller eine Cannabisplantage mit 8,5 kg Cannabispflanzen betrieb (um das gewonnene Marihuana gewinnbringend weiterzuverkaufen)?

Antwort des erstentscheidenden Landgerichts: Der Angeklagte sei wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu verurteilen, weil der Angeklagte seinem Bruder geholfen habe, den Schein aufrecht zu erhalten, dass das Grundstück - wenn auch nicht zum Bewohnen - in üblicher Weise genutzt werde.

Anders der BGH (Beschl. v. 15.11 ...

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