Streitwert von 32.000.000,00 € wegen eines wertlosen Bildes

Das Land Nordrhein-Westfalen muss für ein beschlagnahmtes und dann verschwundenes vermeintliches „Renoir“-Bild keine 32 Millionen Euro Entschädigung zahlen. Denn das von den Behörden verschluderte Bild war ein wertloser Nachdruck, stellte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem Urteil vom Mittwoch, 06.03.2013, klar (AZ: I-11 U 114/11).

Damit wird der kroatische Kläger doch nicht zum Millionär und muss stattdessen insgesamt rund 1,8 Millionen € an Gerichtskosten zuzüglich Anwaltskosten bezahlen. Der Mann wollte ursprünglich die vermeintliche Originalzeichnung „Mädchen mit Orange“ des 1919 verstorbenen Pierre-Auguste Renoir in Deutschland verkaufen. Der deshalb aufgesuchte Notar vermutete eine Straftat und verständigte die Polizei.

Das Bild wurde beschlagnahmt, fotografiert und im Mai 2004 sowie im April 2005 begutachtet. Im ersten Gutachten erkannte der zurate gezogene Kunsthistoriker in dem Bild einen Nachdruck. Auch bei dem zweiten Gutachten wurde festgestellt, dass das Bild wertlos ist ...

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