Vergleich bei Schulden

Das Verbraucherinsolvenzverfahren dauert (noch immer) sechs Jahre und wird öffentlich bekannt gemacht. Während des Insoverfahrens kann der Schuldner nicht über sein Vermögen verfügen und er hat zahlreiche Obliegenheiten zu beachten. Diese und andere Nachteile machen die Verbraucherinsolvenz bei Schuldnern nicht sonderlich begehrt.

Viele Schuldner versuchen daher einen Vergleich bei Schulden anzustreben.

Wann bestehen gute Aussichten, dass die Gläubiger einem Vergleich zustimmen?

In der Regel versuchen die Gläubiger abzuschätzen, wie hoch die Chancen stehen, den Forderungsbetrag insgesamt beitreiben zu können. Dabei sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

hat der Schuldner pfändbares Einkommen gibt es Sicherheiten oder verwertbares Vermögen wie lange wird schon (erfolglos) versucht, die Forderung beizutreiben wie alt ist der Schuldner, bzw. wie lange nimmt er noch am Erwerbsleben teil bestehen Chancen, dass der Schuldner in Zukunft ein höheres Einkommen erzielen wird wie viele Gläubiger gibt es insgesamt

Bevor ein Gläubiger einem Vergleich zustimmt, wird er eine Vergleichsrechnung aufmachen und überlegen, was er denn im Falle eines Verbraucherinsolvenzverfahrens zu erwarten hätte. Wenn der Schuldner über kein Vermögen verfügt, wird dies in der Regel nur das pfändbare Einkommen während der Laufzeit des Verfahrens, also für sechs Jahre sein.

Zunächst wird also das pfändbare Einkommen mit Hilfe der Pfändungstabelle aus dem Nettoeinkommen ermittelt und dann mit 72 (= 12 Monate x 6 Jahre) multipliziert.

Von dieser „Masse“ sind zunächst die Gerichtskosten und die Treuhänderkosten abzuziehen, der verbleibende Betrag wird an die Gläubiger nach Quote verteilt. In der Regel liegen die Quoten, die tatsächlich an die Gläubiger ausgeschüttet werden im einstelligen Prozentbereich ...

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