LSG festigt Priorität der rentenrechtlichen Absicherung von Ehefrauen in der Landwirtschaft

Landwirtschaftsfamilien gibt es nicht mehr so oft wie früher. Aber sie gibt es, und damit auch die Frage nach der Altersvorsorge eines Bauern und seiner Frau. Sind beide alt, wirft der Hof womöglich nicht mehr so viel ab, um ihre Altersvorsorge sicher zu stellen. Schon vor ungefähr 20 Jahren wurde die Pflichtversicherung der Ehefrauen in der Landwirtschaftlichen Alterskasse eingeführt. Arbeitete die Frau aber weiterhin und zwar nicht auf dem Hof, konnte sie sich von der Beitragspflicht befreien lassen. Es gibt nun ein neues Urteil des Bayrischen Landessozialgerichts zu diesem Thema.

Führt Heirat eines Landwirts zur Beitragspflicht?

Konkret ging es um eine Frau, die im Jahre 2010 einen Landwirt heiratete, der rund 8 Hektar an landwirtschaftlicher Fläche nutzt. Die Frau war Mitarbeiterin bei einem Therapiezentrum. Diese Tätigkeit stellte sie nach der Heirat ein, da sie ein Kind bekam. Sie hatte aber die Absicht, ihren Beruf künftig wieder aufzunehmen. Trotzdem stellte die Alterskasse die Beitragspflicht der Ehefrau fest und erklärte zudem, dass eine rückwirkende Befreiung von der Beitragspflicht nicht möglich sei, da die 3-monatige Antragsfrist abgelaufen sei.

Die Frau erklärte aber, dass sie über die ablaufende Antragsfrist nicht informiert wurde ...

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