Dann erörtern wir die Sache halt ein anderes Mal – Da steckt irgendwie der Wurm drin

Eigentlich sollte ich seit ein paar Minuten gemeinsam mit der Kollegin Nagel mit der Vorsitzenden des Schöffengerichts in München und einer Vertreterin der Staatsanwaltschaft zusammensitzen, um eine reichlich komplexe Wirtschaftsstrafe, die sich seit geraumer Zeit im Zwischenverfahren befindet, zu erörtern. Die Staatsanwaltschaft hat schon einmal die Anklage zurückgenommen und dann neu erhoben, nachdem das Gericht seinerzeit Nachbesserungen angeregt hatte.

Ob die jetzt vorliegende Anklage mehr Substanz hat, ist zumindest zweifelhaft, wir haben da eine ganze Menge an möglichen Einwendungen zusammengetragen, die wir heute zur Sprache bringen wollten.

Aber erstens kommt es manchmal anders, und zweitens als man denkt. Und das leider immer öfter. Als wir heute am Flughafen Köln ankamen, von wo wir nach München fliegen wollten, sprang uns von der Anzeigentafel ein dickes „annulliert“ entgegen, das irgendein daran vermutlich völlig unschuldiger Zeitgenosse hinter unseren Flug gesetzt hatte. Das Sicherheitspersonal streikte mal wieder, aber Airberlin ist anders als die Lufthansa anscheinend nicht in der Lage, solche Unbill wenigstens so früh wie möglich über´s Handy mitzuteilen. Meine Sekretärin hatte gestern Nachmittag noch gecheckt, ob mit dem Flug alles in Ordnung geht, da war von Streik noch nichts zu lesen, wie sie mir versichert hat ...

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