Urteil: Kaufpreiserstattung wegen Geräusch am Neuwagen

Beunruhigende Geräusche an einem Neuwagen berechtigen zum Rücktritt vom Kaufvertrag. Zu diesem Schluss kam das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in seiner Entscheidung vom 28.02.2013. Das subjektive Sicherheitsempfinden durch die Fahrgeräusche kann Vorrang vor objektiv feststellbaren Mängeln haben.Im zugrunde liegenden Fall ging es um einen Neuwagen im Wert von 33.000 Euro der im Januar 2008 an den Käufer ausgeliefert wurde. Bereits nach kurzer Zeit zeigten sich einige Mängel die vom Händler zumindest teilweise im Rahmen der Gewährleistung behoben wurden. Im Juli 2009 kam dann ein klapperndes Geräusch am unteren Fahrzeugteil hinzu. Dem Händler gelang es jedoch in 22 (in Worten: zweiundzwanzig) Nachbesserungsversuchen nicht den Ursprung des Geräuschs ausfindig zu machen und den Mangel zu beseitigen.

Gescheitere Mängelbeseitigung

Der Käufer erklärte aufgrund der gescheiterten Nacherfüllung daher den Rücktritt vom Kaufvertrag und forderte die Erstattung des Kaufpreises. Dies lehnt der Autohändler mit der Begründung, dass der Mangel erst später aufgetreten sei und außerdem unerheblich sei ab.

Gutachter kann Fehler am Neuwagen ebenfalls nicht finden

Im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens zur Klärung ob der Rücktrittsanspruch berechtigt war und der Verbraucher einen Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises hatte, wurde ein Sachverständiger beauftragt ...

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