Neue Unruhe im Bereich geschlossenen Fonds – keine Besserung in Sicht

Rechtsanwalt Thorsten Kapitza

In den letzten Jahren wurden Anleger immer wieder durch Machenschaften dubioser Anlagevermittler und/oder Fondsemissionsgesellschaften geschädigt.

In der letzten Woche wurde wieder ein neuer Fall bekannt:

Mehr als 1.000 Ermittler waren im Einsatz und durchsuchten bundesweit Wohnungen und Büros der Immobiliengruppe S&K. Mit einer Großrazzia sind Fahnder gegen einen mutmaßlichen Betrügerring rund um die vorgenannte Unternehmensgruppe vorgegangen. Die Beschuldigten sollen Tausende Anleger geschädigt haben, es geht um mehr als 100 Millionen Euro möglichen Schaden.

Gegen die Frankfurter S&K Gruppe wird durch die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Anlagebetrug im Rahmen eines so genannten “Schneeballsystems” ermittelt. Tausende Anleger sollen Gelder im Milliardenbereich den beiden Köpfen der S & K Gruppe, Stephan Schäfer und Jonas Köller, anvertraut haben. Wenn sich der Verdacht der Behörde bestätigt, besteht die Befürchtung, dass die Gelder der Anleger nicht nur wie versprochen in Immobilien investiert wurden, sondern insbesondere für den “extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil” der Beschuldigten verwendet wurden.

Neben der S&K Gruppe soll es auch Verbindungen zu weiteren Gesellschaften geben. So soll es auch Razzien bei dem Hamburger Fondsemissionshaus United Investors gegeben haben. Gegen insgesamt sechs Beteiligte sollen Haftbefehle ergangen seien, darunter auch die beiden Firmenchefs der S&K.

Verbesserung des Anlegerschutzes?

Bereits in der letzten Zeit hatten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und zahlreiche Fachmagazine über die S&K berichtet, unter anderem meldeten sie erhebliche Zweifel an den Werten der von der S&K gehaltenen Immobilien an. Diese Bewertungsmöglichkeiten stehen schon immer im Fokus der Kritiker. Angeheizt wird die Diskussion durch einen angeblich verbesserten Anlegerschutz ...

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