LG Köln: Privat ist nur, was auch vorher privat war - über den Rest darf berichtet werden

Die 28. Zivilkammer des Landgericht Köln (Urteil vom 01.06.2012, AZ: 28 O 792/11) unter Vorsitz von Frau Reske musste sich mal wieder mit der Frage beschäftigen, inwieweit eine Berichterstattung über eine der Privatsphäre zuzuordnende außereheliche Beziehung zulässig ist. Darüber berichtet der Kollege Prof. Dr. Ralf Kitzberger, LL.M. hier. Das Gericht, hat wie auch in anderen Fällen schon, seine Linie verteidigt, dass die Privatsphäre nicht absolut geschützt ist, sondern zu der mit gleichem Rang gewährleisteten Äußerungs- und Pressefreiheit in ein Spannungsverhältnis tritt. Die 28. Kammer kam dabei zu der nicht überraschenden Überzeugung, dass wenn eine bekannte Persönlichkeit außerhalb ihrer Ehe einen ebenfalls bekannten Künstler in der Öffentlichkeit küsst und streichelt, eine solche Berichterstattung mit Blick darauf zulässig sein kann, dass sich diese Persönlichkeit in der Vergangenheit wiederholt öffentlich auch über an sich der Privat- und Intimsphäre zugehörige Sachverhalte aus ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann geäußert hat und die Berichterstattung bis auf den generellen Umstand des Küssens und Streichelns keine tiefergehenden Details aus der Privatsphäre enthält ...Zum vollständigen Artikel


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