Die klappernden Geräusche des Neuwagens

Der Käufer eines Neuwagens ist dann zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt, wenn trotz der vielen Nachbesserungsversuche die Ursache für ein nicht zu beseitigendes klapperndes Geräusch aus dem Bereich der Vorderradaufhängung nicht sicher festgestellt werden kann. Unabhängig von den sehr geringen Mängelbeseitigungskosten ergibt sich die Erheblichkeit dieses Mangels aus seiner subjektiven Bedeutung. Ein Fahrzeug, in dem sich die Insassen nicht sicher fühlen, ist mangelhaft.

Mit dieser Begründung hat das Oberlandesgericht Frankfurt in dem hier vorliegenden Fall einen bekannten Autohersteller dazu verpflichtet, einen mangelhaften Neuwagen zurückzunehmen. Der Kläger erwarb bei einer Filiale des beklagten Autoherstellers im Rhein-Main-Gebiet einen Neuwagen für rund 33.000,- €, der ihm Ende Januar 2008 ausgeliefert wurde. In der Folgezeit rügte der Kläger eine Vielzahl von Mängeln, die von der Beklagten zum Teil behoben wurden. Im Juli 2009 bemängelte der Kläger zum ersten Mal klappernde Geräusche am Unterboden des Fahrzeugs. Nachdem sich das Fahrzeug mehrfach zu Nachbesserungsversuchen bei der Beklagten befand – nach der Behauptung des Klägers 22-mal – trat der Kläger im September 2009 vom Kaufvertrag zurück und verlangte die Rückzahlung des Kaufpreises. Die Beklagte wandte ein, die Mängel hätten teilweise bei Übergabe des Fahrzeugs noch nicht vorgelegen und das klappernde Geräusch stelle zudem einen nur unerheblichen Mangel dar. Nachdem das Landgericht Frankfurt dem Kläger Recht gab, ist Berufung eingelegt worden ...

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