Ich bin keine Ermittlungsbehörde

Dafür, dass seitens der Ermittlungsbehörden nicht richtig gearbeitet wird, kann ich nichts. Es liegt nicht in meinem Ermessen und ich bin auch nicht für die Fortführung weiterer Ermittlungen zuständig. Genau der Auffassung ist nun jedoch eine Richterin eines schwäbischen Amtsgerichtes. Ich hatte im Rahmen der Hauptverhandlung eine Verteidigererklärung abgegeben. Diese hatte einige Details zum Gegenstand, welche sich gerade nicht, oder sagen wir mal nur bedingt, aus der Ermittlungsackte ergaben, nachweisbar sind und dies auch schon von Anbeginn waren. Das Gericht nahm den Inhalt zur Kenntnis und setzte die mündliche Hauptverhandlung aus. Der Grund war aber nicht die verlesene Einlassung, sondern ein nicht erschienener Zeuge. Gut, man hätte nun auch dem Steuerzahler Kosten ersparen und das Verfahren zu einem vernünftigen Abschluss bringen können, dass aber war nicht gewollt. Einen Tag später erhielt ich von der Vorsitzenden einen Anruf und die Aufforderungen, die, in meiner Verteidigererklärung benannten Umstände, doch durch Vorlage gewisser Unterlagen unter Beweis zu stellen. Freundlich wies ich die Dame daraufhin, dass ich alle notwendigen Tatsachen dargetan hätte und ich eben keine Ermittlungsbehörde sei und daher nicht gewillt bin, dem Begehr nachzukommen. Darauf angesprochen, dass besagte Unterlagen der Richterin im Rahmen eines richterlichen Ersuchens wohl von entsprechender Stelle umgehend herausgegeben würden, bekam ich nur zu hören:
"Die Arbeit mache ich mir nicht."
Aha dachte ich, aber ich soll sie mir machen.




Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK