Mit dem OLG Köln in 7 Tagen um die Welt

Das könnte nach Auffassung des Oberlandesgerichts Köln heißen, dass man während seiner Reise gegebenenfalls nichts von der Welt sieht. Warum? –Weil Reisezeit auch die Zeit umfassen soll, die man unterwegs ist und nicht nur die Zeit, die man am Reiseziel verbringt.

Der Beschluss

Das OLG Köln (OLG Köln, Beschluss v. 22.01.2013, Az. 6 W 17/13) hatte darüber zu entschieden, ob eine Angabe wettbewerbswidrig sei, wonach ein Reiseanbieter mit einer 7-Tagesreise werbe, wenn dies auch den Tag der An- und Abreise umfasse. Im konkreten Fall erfolgte die Anreise am ersten Tag am späten Nachmittag und die Abreise am Morgen des letzten 7. Tages. Das hatte die Konsequenz, dass der Verbraucher nur 6 Tage am Urlaubsort übernachtete. Dies stelle keine Irreführung der Verbraucher nach § 5 UWG dar. Nach dieser Norm handelt derjenige unlauter, der eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt. Die Irreführung ist dann zu bejahen, wenn die geschäftliche Handlung unwahre oder zur Täuschung geeignete Angaben enthält. Diese Angaben können sich unter anderem auf Dienstleistungen und ihre Ausführung, Verfahren oder ihren Zeitpunkt etc. beziehen. Das OLG stellte auf den durchschnittlich informierten und verständigen Verbraucher ab. Dieser würde bei dem Angebot einer siebentägigen Reise nicht erwarten, dass diese tatsächlich sieben Tage (entsprechend 7 x 24 Stunden) dauere.

Zumindest solle dies in dem Fall gelten, wenn das Reiseangebot optional auch an und Abreise umfasse. Vorliegend hatte der Reiseanbieter die An- und Abreise angeboten und alternative Anreisemöglichkeiten zur Verfügung gestellt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK