Porno am Arbeitsplatz – wenn man wirklich nichts zu verbergen hat

Wer kennt es nicht, die Langeweile. Das Surfen im Internet bietet sich da doch geradezu an, um kurzweilig Wartezeiten überbrücken zu können.

Surft man jedoch an einem Notebook und ist dieses auch noch an einen Beamer angeschlossen und der Bildschirminhalt wird zudem live ins Internet gestreamt, darf man wirklich nix zu verbergen haben und sollte nicht unbedingt auf Pornoseiten surfen.

Pornos gucken an der Uni

So geschehen im Falle des ertappten Professors an der Universität Wageningen in den Niederlanden. Dieser hatte nach Beendigung der Vorlesung schlicht vergessen, sowohl den Beamer als auch das Streaming zu beenden. Dabei surfte er auf eine Webseite, die zweifelsfrei pornografisches Material enthält und zeigte so diese Filme live in den Hörsaal und streamte zugleich seine “erweiterte Vorlesung” ins Internet. Nun wird der Professor nicht mehr dort lehren dürfen.

Rechtlich betrachtet verbieten Universitäten in der Regel das Aufrufen von derartigen Inhalten und schieben diesem einen technischen Riegel vor. Die vom Professor aufgerufene Seite verhält sich wie das unverfängliche Pendant, Youtube. Nur die Inhalte sind anders.

Pornos gucken am Arbeitsplatz

Auch am Arbeitsplatz sollte man derartige Webseiten besser nicht aufrufen. Ist arbeitsvertraglich oder in einer Betriebsvereinbarung die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz geregelt, ist der Aufruf derartiger Webseiten idR ebenfalls untersagt und ein Verstoß kann mit einer Abmahnung oder Kündigung geahndet werden.

Insbesondere bei Erotikangeboten verletze der Beschäftigte seine arbeitsvertraglichen Pflichten (Bundesarbeitsgericht 2 AZR 581/04) ...

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