OLG Köln: Die Bewerbung einer “7-Tage-Reise” ist auch bei einer Anzahl von 6 Übernachtungen nicht irreführend

OLG Köln, Beschluss vom 22.01.2013, Az. 6 W 17/13 § 3 UWG, § 5 UWG, § 8 UWG Das OLG Köln hat entschieden, dass die Bewerbung einer 7-Tage-Reise nicht unzulässig ist, wenn nur 6 Übernachtungen erfasst sind. Der durchschnittlich informierte und verständige Verbraucher erwarte bei dem Angebot einer siebentägigen Reise nicht, dass diese tatsächlich 7 x 24 Stunden dauert, sondern erkenne es als Reisen üblich, dass sowohl der Anreise- als auch der Abreisetag als Reisetage mitgezählt werden. Zum Volltext der Entscheidung:

Oberlandesgericht Köln

Beschluss

Die sofortige Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluss der 31. Zivilkammer des Landgerichts Köln vom 21. 12. 2012 - 31 O 603/12 - wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt die Antragstellerin

Gründe

Die zulässige, insbesondere fristgerecht eingelegte sofortige Beschwerde der Antragstellerin bleibt ohne Erfolg. Die von der Antragstellerin beanstandete Werbung der Antragsgegnerin stellt keine Irreführung der angesprochenen Verbraucher dar, so dass Ansprüche aus §§ 3, 5, 8 UWG nicht bestehen.

Zutreffend hat das Landgericht ausgeführt, dass der durchschnittlich informierte und verständige Verbraucher bei dem Angebot einer siebentägigen Reise nicht erwartet, dass diese tatsächlich sieben Tage (entsprechend 7 x 24 Stunden) dauert ...

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