Diagnose: schlechtes Recht

von Ulrich Wackerbarth

Das Symptom: immer weniger Aktionäre

Die Diagnose: schlechtes Aktienrecht

“Therapie” (der Bundesregierung): noch schlechteres Aktienrecht!

1. Symptom

In der FAZ vom 27. Februar auf Seite 17 ist es zu lesen: Es gibt nun 700.000 Aktionäre weniger als in 2011. Nachdem es letztes Jahr so aussah, als würden wieder mehr Deutsche ihr Geld unmittelbar in Aktien anlegen, ist dieses Jahr erneut ein starker Rückgang zu verzeichnen. Von unseren 80 Mio. Einwohnern halten nur noch knapp 4,2 Mio. unmittelbar Aktien. Zu Hochzeiten 2001 waren es mal 6,2 Mio.

Werden wenigstens Aktienfonds gekauft? Nein, seit 2001 gibt es einen langfristigen Rückgang von 10 Mio. auf nunmehr nur noch 6 Mio. Inhaber von Fondsanteilen und das in einer Zeit, in der Tagesgeld und Geldmarktfonds nichts einbringen und allen empfohlen wird, wenigstens einen Teil des Geldes in Sachwerten anzulegen.

Die Zahl der Anleger, die Aktien oder Aktienfonds oder beides halten, also derer, die irgendwie in Aktien investiert haben, ist von 13 Mio. im Jahr 2001 auf 8,8 Mio. zurückgegangen (siehe hier). Es besteht kein Zweifel: Die Deutschen kaufen keine Aktien. Wir sind international Schusslicht (siehe hier).

2. Diagnose

Woran liegt es? Verantwortlich ist m.E. zu einem guten Teil das schlechte Aktienrecht, das wir in Deutschland leider haben, und zwar einschließlich seiner Auslegung durch eine Vielzahl misslungener Urteile ...

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