Blindzitate

Ich vertrat in einem Zivilverfahren die Beklagten. Meine Mandanten sollten Schmerzensgeld zahlen. Der Kläger hatte aus meiner Sicht vergleichsweise astronomische Vorstellungen, welche sich angesichts der erlittenen Verletzungen nicht rechtfertigen ließen.

Der anwaltlich vertretene Gegner führte zur Begründung seines Schmerzensgeldbegehrens verschiedene Urteile an, in denen derartige Beträge zugesprochen worden seien. So habe er eine bleibende Narbe erlitten. Gericht X habe in einem vergleichbaren Fall zu Aktenzeichen YZ bei einer bleibenden Narbe ein Schmerzensgeld von 5.000,- € zugesprochen.

Machte man sich nun die Mühe, die von dem gegnerischen Kollegen genannte Entscheidung herauszusuchen, so mußte man feststellen, daß die Entscheidung derart unterschiedliche Sachverhalte betrafen, daß von einer Vergleichbarkeit keine Rede sein konnte.

In der Entscheidung lag der Verletzung – anders als hier – eine vorsätzliche Körperverletzung zugrunde ...Zum vollständigen Artikel


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