Unfallversicherungsschutz für Erste-Hilfe-Kursteilnehmer

Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Kurses stehen sowohl während der Veranstaltung als auch auf dem Weg von und zum Veranstaltungsort unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Teilnehmer die Veranstaltung wegen ihres Führerscheinerwerbs oder wegen eines geplanten ehrenamtlichen Engagements im Rettungswesen besuchen, entschied das Sozialgericht Marburg in einem am Montag, 25.02.2013, veröffentlichten Urteil (AZ: S 3 U 13/09).

Im entschiedenen Rechtsstreit war der Kläger zusammen mit seiner Mutter und zwei weiteren Mitfahrern am 10.05.2003 auf dem Weg zu einem Seminar des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Titel „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ verunglückt. Bei dem Frontalzusammenstoß mit einem anderen Pkw starb die Mutter, der Sohn wurde schwer verletzt.

Vier Jahre nach dem Unfall beantragte der Sohn Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei gab er an, dass er an dem eintägigen „Erste-Hilfe-Seminar“ wegen seines „zukünftig geplanten Engagements im Rettungswesen“ teilnehmen wollte.

Die gesetzliche Unfallversicherung wollte jedoch keinen Versicherungsschutz gewähren. Dieser bestehe nach einem Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel zwar bei Führerscheinbewerbern, die entsprechende Ausbildungsveranstaltungen besuchen ...

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