Für den Beginn der Verjährung des Pflichtteilsanspruchs kommt es nicht auf die Kenntnis des Pflichtteilsberechtigten von der Zusammensetzung und dem Wert des Nachlasses an

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte mit Urteil vom 16.01.2013, Az: IV ZR 232/12, folgende Fallgestaltung ausgeurteilt:

Nach dem Tod des gemeinsamen Vaters ist die Beklagte zur testamentarischen Alleinerbin eingesetzt worden. Die Kläger macht Pflichtteilsansprüche geltend. Die Beklagte hat hierfür ein notarielles Nachlassverzeichnis erstellt. Auf Grundlage des Nachlassverzeichnisses gab es einen Rechtsstreit, der per Gerichtsurteil am 05.07.2007 durch Zahlung einer Summe in Höhe von € 1.402,78 von der Beklagten an die Klägerin zur Abgeltung deren Pflichtteilsansprüche beendet wurde.

Erstmals im Jahre 2009 wandte sich ein Erbenermittler an die Klägerin und die Beklagte und teilte mit, dass sich im Nachlass des Erblassers zumindest ein weiteres Grundstück befindet. Keine der Prozessparteien hatte hiervon vorab Kenntnis. Die Beklagte hat dieses Grundstück anschließend zu einem Verkaufspreis in Höhe von € 24.934,44 verkauft ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK