Calvin und Hobbes und das Urheberrecht

Ich bin ein großer Fan von Calvin & Hobbes. Ich bin sogar stolzer Eigentümer der nicht sehr handlichen und auch nicht ganz billigen Sammlung "The Complete Calvin and Hobbes", die ich dennoch jedem nur wärmstens empfehlen kann - allerdings nur im englischen Original. Und natürlich war ich sehr traurig, als der Schöpfer dieses Comics, Bill Watterson, Ende 1995 erklärte, er werde die Serie nicht weiter fortführen. Immerhin war dann aber auch die letzte Sammlung der Comic-Strips "It´s a magical world" ein Meisterwerk, an dessen Ende Calvin mit den tröstlichen Worten
"It´s a magical world, Hobbes, ol´ buddy ... let´s go exploring"
der Phantasie des Lesers freien Lauf lässt. Keinen freien Lauf ließ Bill Watterson allerdings allen Bemühungen, seine Figuren zu vermarkten. Ich habe ihn dafür immer sehr bewundert, insbesondere wenn ich mir anschaue, was aus anderen Comic-Figuren so alles gemacht wird - von solchen Schrecklichkeiten wie Bart-Simpson-Hausschuhen bis hin zur ebenso fürchterlichen Batman-Plüsch-Puppe. Das hat Watterson uns glücklicherweise erspart. Und das aus gutem Grund. Er selbst äußerte sich dazu folgendermaßen:
"Actually, I wasn't against all merchandising when I started the strip, but each product I considered seemed to violate the spirit of the strip, contradict its message, and take me away from the work I loved." Quelle: Wikipedia
Das Thema ist derzeit aktuell, denn Michael Den Beste, ein offensichtlich großer Fan der Comics, der augenscheinlich auch mit Photoshop gut umgehen kann, hatte die grandiose Idee, einige Szenen aus den gezeichneten Bildern herauszuheben und in Fotos einzubetten. Heraus kamen wunderbare Werke, die dem Geist der Originale sehr nahe kommen. Zu nahe, um genau zu sein. Denn Beste fragte beim Verlag nach, ob er die Bilder so veröffentlichen könne - und bekam prompt eine Absage ...Zum vollständigen Artikel

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