Unfallflucht im Straßenverkehr – im Zweifel immer vor Ort bleiben

Wie schnell Verkehrsunfälle zu Strafverfahren wegen Unfallflucht führen können, zeigen zwei Fälle von mir, die kürzlich in den Hauptverhandlungen eingestellt worden sind.

1. Fall: In der einen Sache hatte meine Mandantin in einer engen Straße bei entgegenkommenden Verkehr versucht, dem gegnerischen PKW auszuweichen. Die Fahrerin des ihr gegenüber stehenden Autos zeigte mehrfach nach rechts, so dass meine Mandantin nach dem Passieren anhielt und ausstieg.

An ihrem Fahrzeug sah sie keinen Schaden und lief zu dem am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeug. Dort sah sie nach eigener Bekundung auch keinen Schaden am anderen Fahrzeug, welches angesichts winterlicher Straßenverhältnisse wohl auch ziemlich verschmutzt war. Sie ging daher zu ihrem Auto zurück und fuhr weiter, ohne zu warten oder jedenfalls einen Zettel zu hinterlassen.

Die Fahrerin des anderen Fahrzeugs war aber in einiger Entfernung stehen geblieben und hinterließ als Zeugin einen Zettel an der Scheibe. Sowohl der Halter des geparkten PKWs als auch die Polizei sahen aber Schäden am geparkten Fahrzeug. Es wurde daher ein Strafverfahren wegen unerlaubtem Entfernen von Unfallort gemäß § 142 StGB eingeleitet und ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe und drei Monaten Fahrverbot gegen meine Mandantin erlassen ...

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