Krampf um die Vollmacht

Aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen und trotz gesetzlich klarer Regelungen und sogar oberinstanzlicher gegenteiliger Rechtsprechung macht die bayerische Sozialgerichtsbarkeit immer noch einen Tanz um die anwaltliche Vollmacht. Vor dem Senat des bayer. LSG traten heuer in München für die Parteien zwei Anwälte auf den Plan. Da mein Name nicht auf der Vollmacht stand, aber der Mandant persönlich erschienen war, erklärte er meine Bevollmächtigung zur Niederschrift. Größere Schwierigkeiten hatte der gegnerische Kollege. Die Behörde aus Baden-Württemberg hatte einen Terminsvertreter aus Köln beauftragt, der einen Unterbevollmächtigten aus München lossandte. Dem Senat war jedoch das Bestellungsschreiben des Kölner Kollegen nicht vorgelegen, die gefaxte Untervollmacht enthielt keine Unterschrift, dem Senatsvorsitzenden wurde es zu bunt und er beschied dem Kollegen, der die beklagte Behörde vertrat, mit einem zackigen “und auf Wiedersehen!” die Tür. Das gab natürlich Protest, die Sitzung wurde unterbrochen ...

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