Die Energiewende aus einem Guss – im Herzen Europas

• Von Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung • Die vielschichtige Diskussion über die Umsetzung der Energiewende verdeutlicht, welch große Herausforderung dieses Projekt darstellt. Die Energiewende beinhaltet nicht nur – wie es in der öffentlichen Diskussion oftmals dargestellt wird - die Stilllegung von Atomkraftwerken und den Bau von Photovoltaik- und Windkraftwerken. Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt mit vielen Facetten, für deren Umsetzung wir alle verantwortlich sind: die Industrie und die Unternehmen, weil sie das entsprechende Know-how besitzen, aber auch jeder einzelne Energieverbraucher, ob im mittelständischen Handwerksbetrieb, im öffentlichen Dienst oder zuhause. Als vorläufiges Fazit können wir festhalten: Beim Ausbau der Photovoltaik übertreffen wir alle bisherigen Planungen. Auch der Ausbau der Windkraftwerke an Land kommt überplanmäßig voran. Der Ausbau der Offshore-Windkraft dagegen hinkt den Ausbauplänen hinterher. Ein großes Defizit gibt es beim Ausbau der Netzinfrastruktur, bei der Realisierung von Speichertechnologien und beim Ausbau der intelligenten Netze. Auch die Realisierung der Effizienzpotenziale in den verschiedenen Bereichen bleibt weit hinter den Zielwerten zurück. Erhebliche Probleme gibt es beim Zubau gesicherter Kraftwerksleistung, insbesondere in Süddeutschland, wo rund zwei Drittel der Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 stillgelegt werden. Der Neubau von konventioneller Kraftwerksleistung in einer Größenordnung von rund 10.000 MW wäre erforderlich, ist aber aufgrund der Marktbedingungen derzeit nicht rentabel. Verschärfend kommt hinzu, dass nicht nur keine neuen Kraftwerke gebaut werden, sondern alte Kraftwerke auch noch stillgelegt werden, weil sich ihr Betrieb nicht mehr rechnet. Was ist zu tun? Als erstes müssen wir lernen, in Systemen und neuen Marktmodellen zu denken und zu handeln. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene ...Zum vollständigen Artikel


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