Keine sukzessive Mittäterschaft nach Beendigung der Tat

Verlässt ein Räuber mit seiner Beute ein Gebäude und gibt es keine Verfolger, so ist bereits dann die Tat beendet

Der Angeklagte wurde wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung vom Landgericht Traunstein verurteilt. Obwohl der Angeklagte beim Tatentschluss noch nicht wusste, dass der Mitangeklagte ein gefährliches Werkzeug verwenden möchte, hat das Landgericht ihm dies zugerechnet. Begründet wurde dies mit der sukzessiven Mittäterschaft. Denn als der Mittäter zum Wagen, in dem der Angeklagte gewartet hatte, zurückkam, teilte er diesem mit, dass er ein gefährliches Werkzeug genutzt hätte. Da der Angeklagte ihm trotzdem zur Flucht verhalf, behandelte das Landgericht ihn als Mittäter bezüglich des schweren Raubes.

Der Bundesgerichtshof (BGH) folgt in der Revision den Argumenten der Strafverteidigung. Obwohl grundsätzlich eine sukzessive Mittäterschaft auch nach Vollendung der Tat begangen werden kann, geht dies jedoch nicht mehr nach Beendigung:

“Bei der vorliegenden Sachlage war der Raub mit dem Verlassen des Bürocontainers, in dem R ...

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