Berücksichtigung von Verlusten aus britischer Unternehmensbeteiligung

Nur wenn auf Grund eines vorgefertigten Konzepts die Möglichkeit geboten werden soll, gezielt zeitweilig Verluste zu nutzen, scheidet nach § 15 b EStG die steuerlichen Berücksichtigung von Verlusten aus einer Beteiligung an einem vom Steuerpflichtigen selbst gegründeten britischen Unternehmen aus.

So die Entscheidung des Hessischen Finanzgerichts in dem hier vorliegenden Fall eines Klägers, der in der Einkommensteuererklärung die Berücksichtigung eines Verlustanteils aus der Unternehmensbeteiligung eines in Großbritannien gegründeten Unternehmens im Wege des sog. negativen Progressionsvorbehalts nach § 32 b EStG begehrt hat. Das vom Kläger in Großbritannien gegründete Unternehmen beschäftigte sich nach seiner Satzung mit dem Handel von Edelmetallen, Rohstoffen und Wertpapieren. Das Unternehmen erwarb im ersten Jahr seiner Tätigkeit in erheblichem Umfang Goldbarren. In der Einkommensteuererklärung begehrte der Kläger erfolglos die Berücksichtigung eines Verlustanteils aus der Unternehmensbeteiligung im Wege des sog. negativen Progressionsvorbehalts nach § 32 b EStG. Der Verlust ergab sich dabei insbesondere aus dem vom Kläger angesetzten sofortigen Betriebsausgabenabzug der Anschaffungskosten der erworbenen Goldbarren als Umlaufvermögen nach § 4 Abs. 3 EStG.

Nach Auffassung des Hessischen Finanzgerichts liege das Besteuerungsrecht der Einkünfte des Klägers aus seiner Beteiligung an dem britischen Unternehmen bei der Bundesrepublik Deutschland ...

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