Rechtsanwälte: Nicht Aldi sondern IKEA?

In einem Beitrag “Der Anwalt ist nicht Aldi. Oder: Warum das Discount-Prinzip bei Anwälten scheitert” hat Rechtsanwalt Nikolaus Lutje in seinem immer lesenswerten Honorarblawg ausgeführt, dass allein schon die Stellung des Anwalts als Organ der Rechtspflege dem entgegensteht. Da hat er voll und ganz Recht,

Es gibt aber weitere Gründe, warum das Discount-Prinzip für Anwälte nicht funktionieren kann. Das Discount-Prinzip arbeitet ja durch billigen Einkauf, weil in größeren Mengen Handelswaren beschafft werden. Einen hierdurch erwirtschafteten Preisvorteil können Anwälte nicht weitergeben, da Anwaltstätigkeit Dienstleistung ist und Wareneinsatz eine nur untergeordnete Rolle spielt. Discounter zeichnen sich auch durch ein eingeschränktes und auf “Schnelldreher” reduziertes Warenangebot aus. Etwas vergleichbares können Rechtsanwälte (außer vielleicht im Bereich Inkasso) nicht anbieten. Die Dienstleistung der Rechtsanwälte ist vielmehr in starkem Maße personalisiert. Die Anwaltsdienstleistung lässt sich daher auch nur in begrenztem Maß rationalisieren. Persönliche Dienstleistungen sind schon begrifflich nicht automatisierbar (ähnliches gilt auch z.B. für Pflegeberufe oder Friseure). Automatisierung kann hier immer nur Randbereiche betreffen, wie etwa Kanzleiverwaltung durch Software, Recherche über das Internet und so weiter ...

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