Gesetz zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern: Experten uneins

Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag hatte vergangenen Mai den Entwurf eines "Gesetzes zur Durchsetzung des Entgeltgleichheitsgebots für Frauen und Männer" in das Parlament eingebracht (BT-Drucks. 17/9781). Der Entwurf ist am 18.02.2013 im Ausschuss für Familie, Frauen, Senioren und Jugend beraten worden. Der Ausschuss hatte mehrere Sachverständige geladen.

Wie kaum anders zu erwarten, erzielten die Sachverständigen keine Einigkeit darüber, ob sich die Lohnunterschiede von Frauen und Männern in Deutschland durch das geforderte Entgeltgleichheitsgesetz in der Praxis minimieren lassen.

Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt in Deutschland durchschnittlich 22%

Weitgehende Einigkeit, so berichtet der Pressedienst des Deutschen Bundestages, habe allerdings über die Fakten geherrscht, die Martin Beck vom Statistischen Bundesamt in seiner schriftlichen und mündlichen Stellungnahme am 18.02.2013 präsentiert habe. So verdienten Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Dieser Wert, der sogenannte „Gender Pay Gap“, habe sich seit 1995 im Wesentlichen nicht verändert und liege deutlich über dem Durchschnitt von 16,2 Prozent in der Europäischen Union. Die Gründe für die Verdienstunterschiede seien vielfältig ...

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