Bundesgerichtshof: Anleger, die sich als Treugeber über einen Treuhänder an einer Publikumsgesellschaft beteiligt haben, können Auskunft über Namen und Anschrift ihrer Mitgesellschafter verlangen

Anleger kommen sich ein Stück näher. Sie sollen intensiver untereinander kommunizieren können. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass mittelbaren Kommanditisten (Treugebern) Namen und Adressen ihrer Mitgesellschafter bekannt gegeben werden müssen, wenn sie den unmittelbaren (Mit-) Kommanditisten im Gesellschaftsvertrag gleich gestellt sind. Anleger verschiedener Filmfonds, die als Kommanditgesellschaften organisiert sind, wollten von der Geschäftsführung bzw. dem Treuhänder Auskunft über Namen und Anschriften ihrer Mitgesellschafter erhalten. Sie wollten aber nicht nur die Namen und Anschriften derjenigen Mitkommanditisten, die sich als Direktkommanditisten an der Fondsgesellschaft beteiligt haben und im Handelsregister stehen, sondern auch derjenigen Anleger, die sich nur mittelbar über eine Treuhandgesellschaft beteiligt haben. Die Geschäftsführung und die Treuhänder weigerten sich zunächst, die Daten herauszugeben. Die Treugeber hätten sich nämlich deshalb nur mittelbar an der Gesellschaft beteiligt, weil sie anonym bleiben wollten. Ohne deren Zustimmung könnten die Adressen nicht weitergegeben werden ...Zum vollständigen Artikel


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