warum man Arbeitsunterlagen aufheben sollte

Voraussetzung einer Altersrente sind Beiträge. Kann man Beiträge nicht nachweisen, hilft es eventuell gearbeitet zu haben. Dann sollte nachgewiesen werden, dass Beiträge einbehalten wurden. Der Nachweis wird dann in der Regel durch Gehaltsabrechnungen erbracht. Ohne alles wird es kompliziert. Sagt das LSG München und zwar völlig zu Recht. Der Prozessverlauf lässt nur vermuten, dass hier eine großzügige rechtsschutzversicherung am Start war. Sogar eine Nichtzulassungsbeschwerde wurde versucht, obwohl man offensichtlich nichts hatte. Die Fälle sind nicht unbedingt selten. Manchmal fallen Beitragszeiten einer EDV-Umstellung zum Opfer (und überlegen Sie wie oft die Rentenversicherung während Ihres Berufslebens irgendetwas umstellt)
Die vom Kläger geltend gemachten Pflichtbeitragszeiten von 1965 bis Mai 1968 sind weder nachgewiesen noch glaubhaft gemacht. Ob und inwieweit wirksam Beiträge entrichtet wurden, richtet sich nach dem zum Zeitpunkt der Beitragszahlung geltenden Recht, da § 300 Abs. 1 SGB VI nicht auf versicherungsrechtliche Tatbestände anwendbar ist (Kasseler Kommentar, § 300 SGB VI Rn. 7 m.w.N.). Maßgeblich sind damit vorliegend die Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung - RVO. Es ist kein Nachweis vorhanden, dass für diesen Zeitraum gemäß § 1418 Abs. 1 RVO wirksam Beiträge gezahlt worden waren. Weder die Ermittlungen der Beklagten noch die des Senats bei der zuständigen Einzugsstelle sowie bei der für die Kartenverwaltung zuständigen Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz ergaben Hinweise auf eine Beitragsentrichtung. Der Kläger hat auch nicht eine Beitragszahlung i.S.d. § 1423 Abs. 3 RVO glaubhaft gemacht. Nach dieser Vorschrift hat ein Versicherter, der sich darauf beruft, für Zeiten, die nicht auf einer Versicherungskarte bescheinigt sind, versicherungspflichtig gewesen zu sein und für diese Zeit die erforderlichen Beiträge entrichtet zu haben, dies glaubhaft zu machen ...
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