Reisevertrag darf wegen höherer Gewalt gekündigt werden

Wer seinen Reisevertrag über eine Kreuzfahrt aufgrund höherer Gewalt kündigen möchte, darf dies tun, falls es zu einem Ausfall der “Flugverbindungen zum Ausgangspunkt der Kreuzfahrt wegen eines behördlich angeordneten Flugverbots” gekommen ist.

Vertragskündigung wegen höherer Gewalt

Im zugrundeliegenden Fall buchte der Kläger eine Karibikkreuzfahrt für sich und seine Frau über ein Reisebüro der Beklagten. Diese Kreuzfahrt, die am 19. April 2010 in Fort Lauderdale ihren Beginn nehmen sollte, wurde von der Streithelferin des Verfahrens veranstaltet. Sowohl die Hin- als auch die Rückflüge und Zusatzleistungen buchte der Kläger gesondert. Im April 2010 kam es allerdings zum Ausstoß einer Aschewolke durch den isländischen Vulkan Eyjafjallajökull. Aus diesem Grund wurde ein Flugverbot ausgesprochen, weshalb das Ehepaar seinen Flug nach Amerika und dementsprechend die Kreuzfahrt nicht antreten konnte. Am 18. April 2010 kündigte der Kläger den Vertrag über die Kreuzfahrt gegenüber der Reiseveranstalterin und gab als Grund die höhere Gewalt an. Daraufhin forderte die Reiseveranstalterin Stornogebühren, die sich auf 90 % des Reisebetrages beliefen. Diese beglich die Beklagte.

Von der Beklagten forderte der Kläger die Rückzahlung einer bereits geleisteten Anzahlung. Im Wege der Widerklage forderte die Beklagte die Rückzahlung der Stornogebühren, die sie an die Reiseveranstalterin geleistet hatte.

Kläger fordert Wiederherstellung der erstinstanzlichen Entscheidung

Der Klage wurde vom Amtsgericht Norderstedt stattgegeben, die Widerklage wurde abgewiesen ...

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