Eintragung eines Haftungsausschlusses gem § 38 Abs 4 UGB setzt Unternehmensübergang voraus

Mit einer am 3.1.2013 beim Firmenbuchgericht eingelangten Anmeldung begehrten die Geschäftsführer die Eintragung der mit Gesellschaftsvertrag vom 10.12.2012 errichteten R** A** GmbH. Diesem Antrag wurde entsprochen, im Firmenbuch ist die R** A** GmbH mit dem Sitz in I** zu FN ** mit einem Stammkapital von € 35.000,-- registriert, deren Gesellschafter sind mit jeweils zur Gänze geleisteten Stammeinlagen drei niederländische Besloten Vennootschaap. Im Firmenbuch des Landesgerichtes Innsbruck ist zu FN ** die G** GmbH mit dem Sitz in S** mit einem Stammkapital von € 36.400,-- eingetragen. Deren jeweils gemeinsam geschäftsführungsbefugten Gesellschafter sind B** G** und C** G**. Gleichzeitig und parallel zur Neuanmeldung der R** A** GmbH stellten die Geschäftsführer dieser Gesellschaft unter Vorlage eines Auszuges aus einem Kaufvertrag vom 10.12.2012 den Antrag auf Eintragung des Haftungsausschlusses gem § 38 UGB. In diesem Antrag brachten sie im wesentlichen vor, die Gesellschaft habe mit Kaufvertrag vom 10.12.2012 von der G** GmbH die Liegenschaft EZ ** GB S**, bestehend aus Gst ** samt dem darauf errichteten Gebäude, ehemals Hotel „A**“, erworben. In diesem Kaufvertrag sei ein Haftungsausschluss gem § 38 Abs 4 UGB vereinbart worden. In einer Zwischenerledigung vom 17.1.2013 wurden die Antragsteller darauf hingewiesen, dass die Vereinbarung eines Haftungsausschlusses gem § 38 Abs 4 UGB ein Rechtsgeschäft über den Erwerb eines Unternehmens unter Lebenden zur Fortführung im Wege der Einzelrechtsnachfolge voraussetze. Sollte ein solches abgeschlossen worden sein, wäre die entsprechende Tatsache gem § 3 Abs 1 Z 15 FBG zur Eintragung anzumelden. Die Eintragungstatsache gem § 38 Abs 4 UGB komme nur in Kombination mit einem einzutragenden Unternehmenserwerb in Frage ...Zum vollständigen Artikel

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