Der Pferdefleischskandal muss systematisch und nicht punktuell aufbereitet werden

Die Politik ist zum Haareraufen. Jetzt werden ein paar Gramm Pferdefleisch in Konserven und Fertiggerichten gefunden, die da ganz bestimmt nicht hinein gehören. Was macht die Politik? Sie fordert eine bessere Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Mal ganz abgesehen davon, dass Papier doch sehr geduldig ist, so kann ich auf ein literarisches Werk ohne Weiteres "Doktorarbeit" drauf schreiben, selbst wenn in Wahrheit ein Plagiat drinnen ist. Es spielt also zunächst gar keine Rolle, was drauf steht, sondern es kommt einzig und allein darauf an, was drin ist. Das ist und bleibt Vertrauenssache. Nun kann ich die Händler und Fabrikanten durch Sanktionen in die Haftung nehmen, dass auf die schönen, bunten Verpackungen nur das drauf kommt, was auch nachweislich drinnen ist. Einhergehen müsste dies mit einer flächendeckenden Überwachung in den Produktionsstätten, aber auch mit einem engeren Netz externer Kontrollen. Wir sind eben ein papiergläubiges Volk. Oder wie konnte ein Freund vor vielen Jahren von Bayern nach Österreich mit einem Pferdehänger fahren, wobei die Papiere eingehend geprüft wurden, aber kein Mensch mal einen Blick auf das Pferd geworfen hat, also ob die transportierte Fracht mit der Deklaration in den Papieren übereinstimmt??? Gut, aber was soll denn nun bitte auf einer Verpackung stehen? Die typische Juristen-Antwort lautet: "Es kommt darauf an" ...Zum vollständigen Artikel

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