OLG Saarbrücken: Wenn Papa kifft, kann man auch Kindesumgang ohne Übernachtung anordnen.

Der Vater beantragt Umgang mit Übernachtung des Kindes bei ihm und bekommt ihn auch zugesprochen. Dagegen erhebt die Mutter Beschwerde mit der Begründung, neben erheblichem Alkoholkonsum in Form von Wein und Sekt kiffe der Vater drei- bis viermal täglich. Der Vater hat dies - abgesehen von einem jugendlichen Probieren von Cannabis vor 20 Jahren und einem Konsum von vielleicht ein bis zwei Gläsern Wein pro Woche - durchgehend bestritten. In der Nachfolge hat die Mutter nicht einen einzigen konkreten - der Widerlegung durch den Vater zugänglichen - Vorfall, bei dem Alkohol- oder Drogenkonsum des Vaters eine Rolle gespielt hätte, zu benennen gewusst. Da es keinerlei Anhaltspunkte für das behauptete Fehlverhalten des Vater gab, behielt das OLG Saarbrücken (Beschluss vom 23.01.2013 - 6 UF 20/13 = BeckRS 2013, 02405) die Übernachtungsregelung bei. Es hielt jedoch auch fest:
"Eine Umgangsregelung ohne Übernachtung hält sich jedenfalls solange noch im Rahmen des durch § 1684 Abs ...
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