Bizarr und zu selten – Sklavenlohn (?) und Haushaltshilfe vor Gericht

Was das Abendblatt hier berichtet, ist arbeitsrechtlich gar nicht so aufregend: Eine Klägerin will von ihrem (Haushalts-) Arbeitgeber den Lohn der letzten Jahre. Nicht, weil er keinen bezahlt hätte. Sondern weil sie für tagaus, tagein putzen und Kinder behüten nur ein „Taschengeld“ bekommen habe. 100.000 EUR will sie, die Rechtsgrundlage ist § 612 BGB, verkürzt gesagt: Arbeit kann man nur gegen Lohn erwarten, der angemessen sein muss; was angemessen ist, bestimmt sich leicht, wenn es einen Tarifvertrag gibt, an dem man sich orientieren kann (gibt es für Gebäudereiniger übrigens) und schwer, wenn man aus der hohlen Hand schöpfen muss.

Hier prallt aber noch mehr aufeinander als in dem üblichen, traurigen Standardfall „ausländischer Diplomat quält indonesische Putzfrau“, wobei die Klägerin auch hier aus Indonesien ist. Zum einen ist der Beklagte Unternehmer und nicht hinter seine diplomatisch Immunität geflüchtet ...

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