Der BGH zum In-Verkehr-Bringen von Falschgeld gemäß § 146 Abs. 1 Nr. 2 und 3 StGB

Werden beschädigte Münzen bei der Bundesbank eingetauscht, so liegt kein In-Verkehr-Bringen von Falschgeld vor

Die Angeklagten erwarben in China ursprünglich auseinander gebaute und entwertete 1-Euro und 2-Euro-Münzen. Die Angeklagten setzten die Ringe und die Innenstücke der Münzen wieder zusammen und tauschten diese als angeblich beschädigte Münzen bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main ein. So erhielten die Angeklagten rund 198.000 Euro.

Die Strafkammer des Landgerichts Frankfurt am Main sah in dem Vorgehen ein In-Verkehr-Bringen von falschem Geld nach § 146 Abs. 1 Nr. 2 und 3 StGB. Erfolgreich rügte nun die Strafverteidigung diese Verurteilung vor dem Bundesgerichtshof (BGH).

Unter In-Verkehr-Bringen ist laut BGH zu verstehen, dass das Geld so aus dem Gewahrsam entlassen wird, dass der Empfänger damit tun und lassen kann was er möchte und vor allem es nach Belieben weiterleiten kann ...

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