Der Bandenchef und die Mittäterschaft

Auch bei einem Bandenchef muss für jede einzelne Tat festgestellt werden, ob er Mittäter, Anstifter oder Gehilfe war.

Das Landgericht Duisburg stellte fest, dass sich der Angeklagte mit drei Tatgenossen zu einer Bande zusammenschloss. Die Bande soll mit gefälschten Pässen unter Vortäuschung ihrer Zahlungsbereitschaft diverse Waren erworben, Fahrzeuge geleast und Kredite beantragt haben. Dabei soll der Angeklagte als Kopf der Bande agiert haben. Der Angeklagte selbst war an den einzelnen Taten jedoch nicht direkt beteiligt, sondern bot lediglich seine Geschäftskontakte und Erfahrung im Geschäftsleben an.

Das Landgericht verurteilte den Angeklagten pauschal als Mittäter zu allen Taten. Dagegen hat die Strafverteidigung die Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof (BGH) teilt die Bedenken der Verteidigung dahingehend, dass bei jeder einzelnen Tat geschaut werden muss, ob der Angeklagte tatsächlich die Stellung eines Täters hatte ...

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