Käuferhaftung bei unwahren Aussagen zur Unfallfreiheit eines Gebrauchtfahrzeugs

In wie weit muss ein Käufer haften, der bei einem Autokauf von einem Händler einen gebrauchten PKW “als unfallfrei in Zahlung gibt”? Diese Frage musste der Bundesgerichtshof beantworten.

Konkret ging es um den Beklagten, der im Mai des Jahres 2003 einen gebrauchten Audi A 6 kaufte. Im Dezember desselben Jahres hatte er mit diesem PKW einen Autounfall, als der Unfallgegner die Autotür öffnete, während er gerade rückwärts aus einer Parklücke fuhr. An der hinteren rechten Tür entstand dadurch ein Streifschaden, der sich auf circa 3.00 Euro belief. Diesen Schaden ließ er zwar reparieren, allerdings nicht fachmännisch.

Im Juli des darauffolgenden Jahres nahm die klagende Autohändlerin den Audi A 6 des Beklagten in Zahlung und verkaufte ihm einen VW Passat. Im Ankaufsschein wurde das Wort “keine” angekreuzt, als es um die erlittenden Unfallschäden ging.

Fahrzeugerwerber fordert Rückabwicklung des Kaufvertrages

Im März 2005 verkaufte die Klägerin den Audi A 6 als “laut Vorbesitzer unfallfrei” weiter. Der Fahrzeugkäufer forderte allerdings schon kurze Zeit danach die Rückabwicklung des Kaufvertrages, weil er diverse Mängel entdeckt hatte ...

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