Der Spaß am Schießen bleibt weiter geschützt - Winnenden-Hinterbliebene scheitern mit Verfassungklage, weil dem BVerfG die Hände gebunden sind.

11.03.2009: Der Schüler Tim K. richtet mit der Schußwaffe seines Vaters in Winnenden zuerst in seiner Schule und dann auf seiner Flucht ein Blutbad an. 113 Schüsse gibt er ab und 15 Menschen sterben, bevor sich Tim K. mit einem letzten Schuss selbst das Leben nimmt. Die Waffe - eine großkalibrige Sportpistole - war im unverschlossenen Waffenschrank seines Vaters, eines begeisterten Sportschützen aufbewahrt und für Tim K. praktisch ohne Probleme zugänglich gewesen. Deswegen wurde der Vater zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die trauernden Hinterbliebenen von Winnenden dachten jedoch über die Folgen des tragischen Massakers hinaus und wollten etwas unternehmen, um solche Tragödien für die Zukunft auszuschließen Als in der Folge das Waffengesetz zwar verschärft wurde, die Erlaubnis zum Besitz großkalibriger Sportwaffen jedoch im Wesentlichen unangetastet blieb, erhoben sie Klage gegen das Waffengesetz. Werde der Gebrauch tödlicher Schußwaffen für den Schießsport nicht ausreichend eingeschränkt, liege darin eine Verletzung des Grundrechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG). Sorge der Gesetzgeber nicht durch eine Änderung des Waffenrechts für ausreichend Sicherheit, stelle das ein verfassungswidriges Unterlassen dar. Die Verschärfungen des Waffenrechts nach den Ereignissen von Winnenden seien nicht geeignet, solche Vorkommnisse künftig zu verhindern oder auch nur wesentlich zu erschweren ...Zum vollständigen Artikel

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