Wie viel Kontrolle brauchen die sozialen Netzwerke?

Innenminister Friedrich setzt beim Datenschutz bekanntlich auf die freiwillige Selbstkontrolle der Wirtschaft.

Nun steht ein Leuchtturmprojekt der freiwilligen Selbstkontrolle offenbar vor dem Aus: Der Kodex der Sozialen Netzwerke.

Kodex für Soziale Netzwerke

Unter dem Dach der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) hatten bereits im März 2009 die deutschen Plattformen StudiVZ sowie SchülerVZ, Lokalisten und wer-kennt-wen.de eine gemeinsame Selbstverpflichtung ausgearbeitet. Es handelt sich um einen Verhaltenskodex zum Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz. Die bestehende Selbstverpflichtung hatten Facebook und Google jedoch immer abgelehnt, obschon es damals noch gar keine “Gefällt-mir”- oder “+1″-Buttons gab.

Daher verkündete Innenminister Friedrich im November 2011, “mittelfristig einen allgemeinen Kodex für soziale Netzwerke” zu schaffen, eine freiwillige Selbstverpflichtung, in der es um Themen wie Medienkompetenz bis hin zu den Verfahren der Datenübermittlung geht. Neben Facebook sollten auch die US-Plattformen Google+ und LinkedIn sowie StayFriends und Xing einbezogen werden, wieder im Rahmen der FSM.

Facebook und Google zum Dialog bereit – nicht aber zu Zugeständnissen

Anfangs signalisierte der für Europa zuständige Facebook-Lobbyist Richard Allan Dialogbereitschaft: “Wir unterstützen die Initiative zur Selbstregulierung.” Schon jetzt ermögliche Facebook seinen Nutzern die Kontrolle über den Umgang mit ihren persönlichen Daten, und vor allem:

Wir werden unsere Erfahrungen gerne in die Entwicklung gemeinsamer Branchen-Standards einbringen ...

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