Die MAC-Klausel bei der Übernahme börsennotierter Unternehmen

In Zeiten volatiler Märkte haben Unternehmenskäufer ein besonderes Interesse, bestimmte Risiken auf die Verkäufer abzuwälzen. Durch die „Material Adverse Change“-Klausel (kurz „MAC-Klausel) werden die Käufer in die Lage versetzt, sich vom Vertrag zu lösen, wenn zwischen dessen Abschluss und Vollzug eine wesentliche nachteilige Änderung beim Zielunternehmen oder in seinem Marktumfeld eintritt. Im Rahmen unserer Legalese-Serie haben wir uns bereits mit der MAC-Klausel auseinandergesetzt. Nachfolgend soll vorrangig ihre Verwendung bei Übernahmen börsennotierter Unternehmen beleuchtet werden.

Durch die MAC-Klausel vermeidet es der Käufer, einen Kaufpreis zahlen zu müssen, der sich im Nachhinein als zu hoch erweist. Der Verkäufer wird sich regelmäßig schwertun, eine MAC-Klausel zu akzeptieren, weil sie die Transaktionssicherheit verringert. Die CMS European M&A Studie zeigt, dass MAC-Klauseln beim Kauf nicht börsennotierter Unternehmen in Deutschland die Ausnahme darstellen (anders als in den USA, wo sie bei der großen Mehrzahl von Unternehmenskäufen vereinbart werden). Solange der M&A-Markt eher „verkäuferfreundlich“ geprägt ist, ist eine größere Akzeptanz von MAC-Klauseln nicht zu erwarten.

Anders stellt sich die Situation bei der Übernahme börsennotierter Unternehmen dar. Im Rahmen seines öffentlichen Übernahmeangebots gibt der Übernehmer den Aktionären einseitig die Transaktionsbedingungen vor. Er muss lediglich darauf achten, seine Angebotsbedingungen nicht so nachteilig auszugestalten, dass zu wenige Aktionäre sein Angebot annehmen. Hier finden MAC-Klauseln daher zunehmend Verbreitung ...

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