Können die Hessen bald ihr Wappen vergessen?

Mit dieser Frage muss sich seit vergangener Woche das hessische Innenministerium auseinandersetzen.

Grund dafür ist die Witwe desjenigen Künstlers, der im Jahr 1949 das hessische Wappen entworfen hat. Wie die FAZ, die Frankfurter Rundschau und der Hessische Rundfunk übereinstimmend berichten, verlangt sie vom hessischen Staat Lizenzgebühren für die Nutzung des Wappens in den vergangenen Jahrzehnten.

Damals 300 DM, jetzt 50.000 €?

In dem 33 Seiten langen Schriftsatz, welchen sie über ihre Anwältin dem hessischen Innenministerium hat zukommen lassen, beschränkt sie sich allerdings zunächst auf einen Vorschuss in Höhe von EUR 50.000. Als Grund für ihr Vorgehen gibt sie an, dass ihr verstorbener Gatte als „Urheber“ des Wappens dem Hessischen Staat keine Rechte zur Nutzung, Vervielfältigung und Verwertung eingeräumt habe. Die Höhe der Forderung ergebe sich unter anderem daraus, dass das Land Hessen Dritten Lizenzen zur Nutzung erteilt und beispielsweise dessen Nutzung auf Briefpapier, Porzellan und Hausschuhen gestattet habe.

Verärgert über das Land Hessen sei sie insbesondere auch deshalb, weil ihr Mann im Jahre 1949 statt der versprochen 300 DM nur 150 DM für den Entwurf erhalten habe. Weitere Zahlungen habe es erst die letzten zwei Jahre vor seinem Tod im Jahre 1994 gegeben, nämlich einen Ehrensold in Höhe von DM 2.000 monatlich ...

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