Verjährung von Schmerzensgeldansprüchen bei sexueller Gewalt

Ein trauriges Beispiel dafür wie in der Presse die Rechtsprechung fehlinterpretiert wird, liefert ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 4. Dezember 2012 (Az.: VI ZR 217/11).

Der Focus, die Zeit,die Süddeutsche Zeitung, die taz, die Berliner Zeitung und diverse andere Medien berichteten, dass traumatisierte Opfer von sexueller Gewalt auch nach Ablauf der Verjährungsfrist zivilrechtlich Ansprüche auf Schmerzensgeld geltend machen können.

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich: Hat der Bundesgerichtshof die Verjährungsvorschriften bei Sexualdelikten umgeworfen? Die Antwort lautet: leider nein. Auch der Bundesgerichtshof kommt nicht an den Gesetzen vorbei.

Man kann nur hoffen, dass sich Opfer von sexueller Gewalt nicht auf die gut gemeinten Presseberichte verlassen, sondern rechtzeitig ihre Ansprüche geltend machen.

Der von Bundesgerichtshof entschiedene Fall war ein speziell gelagerter Ausnahmefall ...

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