Die Berücksichtigung der positiven Entwicklung bei dem Verhängen einer Jugendstrafe

Bei der Bemessung der Jugendstrafe muss die positive Entwicklung nach der Tat berücksichtigt werden

Das Landgericht Mainz verurteilte den Angeklagten wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Eine Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten hielt das Gericht für angemessen. Nach Einlegung der Revision hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Sache beschäftigt und vor allem Mängel bezüglich der Betrachtung der positiven Entwicklung des Angeklagten festgestellt. Diese hat das Landgericht zuvor nicht ausreichend berücksichtigt.

“Bei der Bemessung dieser Jugendstrafe aber ist die Strafkammer, die insoweit zu Recht auf den Erziehungsbedarf beim Angeklagten abgestellt hat, nicht auf die positive Entwicklung eingegangen, die der Angeklagte seit der im Mai 2010 begangenen Tat genommen hat (UA S. 6 f.) ...

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