Was Prostituierte alles wissen müssen

Vor einem Jahr schien die juristische Aufarbeitung der VW-Affäre beendet. Doch nun gibt es von Dienstag an vor dem Braunschweiger Landgericht noch einen Nachklapp: Die einstige Geliebte des ehemaligen Betriebsratschefs Klaus Volkert muss sich erneut wegen Beihilfe zur Untreue in 26 Fällen verantworten. Nachdem das Amtsgericht Wolfsburg Adriana Barros freigesprochen hatte, legte die Staatsanwaltschaft Braunschweig Berufung ein. Als Zeuge ist auch der ehemalige VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz geladen.

Die aus Brasilien stammende 48 Jahre alte Adriana Barros, eher eine Randfigur der Affäre, soll laut Anklage mit Scheinrechnungen in elf Fällen rund 250 000 Euro ohne Gegenleistung kassiert haben. Außerdem soll sie in 15 weiteren Fällen ausschließlich privat veranlasste Kosten für Flüge, Hotelaufenthalte und Sprachkurse in Höhe von insgesamt rund 100 000 Euro zu Lasten von VW abgerechnet haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie wusste, dass sie darauf keinen Anspruch hatte.

Die Anklage hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr gefordert, die auf Bewährung ausgesetzt werden sollte ...

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