EU Richtlinie – zukünftig keine kostenlose Rücksendung von Waren

Bereits im Oktober 2011 wurde eine EU Richtlinie mit dem Zweck der Förderung und Stärkung des europäischen Binnenmarktes verabschiedet. Diese sieht u. a. vor, dass Onlinehändler künftig die Kosten der Rücksendung dem Besteller auferlegen können.

Viele Vorteile durch die Richtlinie

Die Richtlinie, die in erster Linie der Stärkung des EU-Binnenmarktes dienen soll, basiert auf dem Prinzip der Vollharmonisierung und lässt damit keine abweichenden nationalen Regeln zu.

  • Die Widerrufsfrist wird bei einer fehlenden oder nicht ordnungsgemäßen Belehrung auf 12 Monate begrenzt und beginnt nach Ablauf der regulären 14 tägigen Widerrufsfrist. Sie beträgt damit maximal 12 Monate und 14 Tage. Nach der derzeit geltenden Regelung läuft bei einer fehlenden oder falschen Belehrung keine Widerrufsfrist.
  • Es treten erweiterte Informationspflichten in Kraft: So müssen Unternehmen z. B. über Lieferbeschränkungen im Onlinehandel informieren und dass keine übermäßigen Entgelte für die Nutzung von Zahlungsmitteln bzw. für Anrufe bei einer Kundendienst-Hotline verlangt werden dürfen.
  • Entgeltliche Nebenleistungen müssen durch Verbraucher nicht gezahlt werden, wenn die Bestellung der Nebenleistung durch die Verwendung von Voreinstellungen vom Unternehmer herbeigeführt wurden.
  • Die Button-Lösung sichert Verbraucher vor Abzocke im Internet. Unternehmer werden verpflichtet vor Abgabe einer Bestellung durch einen Verbraucher darauf hinzuweisen, dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt. Die "Button-Lösung" ist vorzeitig bereits zum 01.09.2012 in Kraft getreten. Ich hatte hier berichtet.
Nachteile des Richtlinie

Die Richtlinie bringt leider nicht nur Vorteile, wie bereits eingangs angekündigt ...

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