Ein Semester im Ausland – wann, wie, wo und warum?

Als eine von vielen ehemaligen Erasmus-Studenten tendiere ich grundsätzlich dazu, jedem voller Begeisterung zu einem Auslandsaufenthalt während des Studiums zu raten. Mein eigener Aufenthalt an der University of Limerick, Irland hat sich als uneingeschränkte Bereicherung herausgestellt, die ich jederzeit wiederholen würde.

Ich räume jedoch ein, dass ein Urlaubssemester, wie fast alles im Jurastudium, doch wohl überlegt sein sollte. Es ist nicht jedermanns Sache und bringt auch nur etwas, wenn man nicht mit dem Motto „Hinter mir die Sinnflut!“ abreist und nach einem halben Jahr zum totalen Chaos nach Hause zurückkehrt.

Das „Ob“

Zu allererst ist es natürlich eine Typenfrage, ob man sich für ein halbes oder ganzes Jahr in eine unter Umständen völlig fremde Umgebung ohne Bekannte und Familie begeben möchte. Nicht jeder mag eine solche Situation als Abenteuer ansehen und als Möglichkeit, sich vielleicht auch selbst neu zu entdecken oder zu erweitern, sondern vielmehr vor Heimweh zergehen. Diese erste Frage bedarf einer gesunden Selbsteinschätzung, wobei ich auch den schüchternen Kandidaten sagen kann, dass die Anfangszeit vielleicht ungewohnt und teilweise schwierig sein wird. Allerdings gewinnt man mit Freundlichkeit und Offenheit bald eine ganz eigene Familie und einen großen Freundeskreis, sodass die Rückkehr nach Deutschland im Zweifel genauso schwer fallen wird wie die vorherige Abfahrt.

Allerdings sollte man sich auch ehrlich eingestehen, ob man sich ein solches Auslandssemester auch wirklich „leisten“ kann. Damit spiele ich nicht auf die finanzielle Situation an (dazu später), sondern auf den Leistungsstand in der Universität. Die meisten Stipendienprogramme (Erasmus/Sokrates, DAAD etc.) setzen von sich auch schon eine gewisse Durchschnittsnote (ca. 8 Punkte aufwärts) voraus und das auch aus gutem Grund ...

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