Die Pflichten einer Anästhesistin während der OP

Überprüft eine Anästhesistin im Rahmen einer Operation nicht pflichtgemäß die Beatmungsparameter und es kommt bei einem Patienten zu Sauerstoffmangel, der zu einem letztlich tödlichen Hirnschaden führt, so hat sie den Tod des Patienten fahrlässig verursacht.

Mit dieser Begründung hat das Landgericht Hamburg in dem hier vorliegenden Fall einer Patientin, die nach einer Schönheitsoperation an den Folgen mangelhafter Sauerstoffzufuhr gestorben ist, die Anästhesistin wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten verurteilt.

Nach Auffassung des Landgerichts Hamburg hat die Anästhesistin fahrlässig den Tod der Patientin verursacht, da sie im Rahmen einer Operation nicht für eine ausreichende Beatmung der Patientin gesorgt habe. Die mangelhafte Sauerstoffzufuhr habe die Ärztin nicht rechtzeitig bemerkt, da das akustische Alarmsignal des Überwachungsgerätes ausgeschaltet gewesen sei und die Ärztin die Vitalfunktionen auch nicht auf andere Weise, nämlich durch Blick auf den Überwachungsmonitor, ausreichend überprüft habe. Warum das akustische Alarmsignal nicht eingeschaltet war und warum die Anästhesistin die Beatmungsparameter nicht pflichtgemäß überprüfte, blieb offen.

Durch die fehlerhafte Beatmung sei es bei der Patientin zu Sauerstoffmangel gekommen, der zu einem letztlich tödlichen Hirnschaden geführt habe. Die Reanimationsversuche, die in den Verantwortungsbereich der Anästhesistin fielen, seien zwar nicht leitliniengerecht gewesen ...

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