Der Wunsch nach einem (noch) niedrigeren Zins

Chancen für Anleger bei Falschberatung über Fremdwährungskredite Das Angebot klang zumeist verlockend: Zinsen, die bis zu 3% unter dem allgemeinen Niveau der Hypothekenbanken für einen "Euro-Kredit" liegen. Da können bei einem Immobilienkredit schnell ein paar zehntausend Euro an Ersparnis zusammen kommen. So lässt sich die monatliche Belastung auf ein erträgliches Maß reduzieren; im Extremfall kann erst durch die fremde Währung - meist in Schweizer Franken oder Japanische Yen - die Finanzierungsrechnung so dargestellt werden, dass jungen Bauherren mit Kindern oder Geringverdienern neben den Aufwendungen für die Baufinanzierung noch genug zu Leben bleibt. Dabei verstecken sich in den Fremdwährungskrediten enorme Risiken, weiß Rechtsanwalt Tino Ebermann von Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht, die sich auf die Vertretung geschädigter Kapitalanleger und Bankkunden spezialisiert hat. Besonders bedenklich für den Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ist, dass Fremdwährungskredite zumeist nur als endfällige Darlehen mit kurzer Zinsfestschreibung angeboten werden. "Das Darlehen wird dann während der Laufzeit nicht nach und nach abbezahlt, sondern muss am Ende mit einem Schlag getilgt werden. Dabei ist völlig offen, ob dann das benötigte Kapital zur Verfügung steht." Wechselkursschwankungen und die Folgen Ein besonderes Risiko stellt die Wechselkursentwicklung dar. Zwar gab es in der Vergangenheit Zeiten, in denen die Kurse der Darlehenswährungen zum Euro einigermaßen stabil waren, doch es kam auch immer wieder zu starken Wechselkursschwankungen. So sank der Kurs des Euro in im Jahr 2008 allein gegenüber dem Yen um fast 30%, gegenüber dem Schweizer Franken waren es immerhin noch 10%. Beim Franken war die Talfahrt dafür dann umso länger; auch hier sind inzwischen Kursverluste von 30% eingetreten - der auf 1,20 € gestützte Franken bereits einberechnet ...Zum vollständigen Artikel


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