Schweizer Schnüffelstaat 2012 mit Überwachungsrekord

Im letzten Jahr schnüffelte der Überwachungstaat in der Schweiz so viel wie noch nie, wie sich der heute veröffentlichten Statistik des Dienstes «Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr» (Dienst «ÜPF») entnehmen lässt (Vorjahres-Statistik):

«[…] Die Statistik zeigt, dass die Fernmeldeüberwachungen in Echtzeit, also das Mithören von Telefonaten bzw. Mitlesen von E-Mails durch die jeweiligen Strafverfolgungsbehörden, im Jahr 2012 um 20 % auf 3‘233 zugenommen haben. Die Strafverfolgungsbehörden ordneten auch häufiger rückwirkende Fernmeldeüberwachungen an (+ 21% auf 6‘960) und ersuchten um mehr technisch-administrative Auskünfte (+ 22% auf 4’775). Die Zahl der einfachen Auskünfte nahm um 15% auf 202‘579 zu. […]»

Vorratsdatenspeicherung

Besonders stark stieg erneut die Zahl jener Überwachungsmassnahmen an, die Vorratsdatenspeicherung voraussetzen, nämlich die so genannt rückwirkenden Massnahmen basierend auf Verkehrsdaten-Erhebung (auch als Randdaten oder Vorratsdaten bezeichnet). Bemerkenswert ist die Verteilung der rückwirkenden Überwachungs-Massnahmen unter den schweizerischen Kantonen. So fiel fast ein Drittel davon im Kanton Genf an ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK