Ein paar konkrete Tatsachen sollte man schon vortragen

…wenn man dem Kindesvater das Umgangsrecht nicht gönnt und behauptet, er konsumiere Alkohol und Betäubungsmittel und zwar Cannabisprodukte. Mit diesen Behauptungen musste sich das Saarländische Oberlandesgericht in einer Beschwerdeentscheidung auseinandersetzen (Beschluss vom 23.1.2013, 6 UF 20/13)

Die Kindesmutter ließ vortragen, der Kindesvater habe seit Jahren massive Probleme mit Alkohol- und Drogenmissbrauch. Er trinke Wein und Sekt in erheblichen Mengen und kiffe drei- bis viermal täglich. Das Familiengericht hatte sich mit den Behauptungen der Kindesmutter beschäftigt, die sich damit gegen ein Umgangsrecht des Kindesvaters wehrte. Der Kindesvater hielt dagegen und bestritt dies. Er trinke vielleicht ein bis zwei Glas Wein pro Woche und habe lediglich vor 20 Jahren einmal Cannabis probiert. Die Kindesmutter hat auch während des Verfahrens keinen konkreten Vorfall benennen, bei dem Drogen- oder Alkoholkonsum des Vaters eine Rolle gespielt hätte. Das Gericht hörte auch einen im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen erfahrenen Neurologen an, der nach im Einverständnis mit dem Vater durchgeführten Blut- und Haaranalysen und Gesprächen mit dem Kindesvater keinerlei Anhaltspunkte für eine Suchtproblematik finden konnte.

Das Familiengericht hatte daraufhin dem Kindesvater ein Umgangsrecht mit dem jetzt 3 1/2 jährigen Sohn von Samstagmorgen bis Sonntagnachmittag mit Übernachtung beim Vater, zunächst im dreiwöchigen Rhythmus und ab März 2013 im zweiwöchigen Rhythmus gewährt. Die Beschwerde der Mutter richtete sich nun nur noch gegen die Übernachtung beim Kindesvater.

Das Oberlandesgericht hat die Beschwerde zurückgewiesen. Es meint zunächst, dass die Frage eines Umgangsrechts ohne Übernachtung noch im Rahmen des dem Richter gem. § 1684 Abs. 1 BGB gewährten Ermessens liege und nicht nach § 1684 Abs ...

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