Shi 是 – Auch in China gibt es Arbeitsrecht und Betriebsräte (qǐyègōnghuì)

Apple-Zulieferer Foxconn, der vor allem durch miserable Arbeitsbedingungen seit Jahren in den Schlagzeilen ist, wählt in Kürze einen Betriebsrat. Diese Meldung wird von Medien aller Art hyperventilierend durch das Land posaunt. Betriebsrat … Apple … Foxconn … China: Klingt sensationell, ist es aber gar nicht mal so. Denn zum einen gibt es in China schon seit längerer Zeit sowas wie “Arbeitsrecht”, zum anderen ist Foxconn beileibe nicht das erste Unternehmen im Reich der Mitte, das einen Betriebsrat wählt. Und schließlich bedeutet “Betriebsrat in China” bei weitem nicht das gleiche wie “Betriebsrat in Deutschland”.

Hier ein paar Fakten aus Fernost, damit man eine ungefähre Vorstellung bekommt, wie das in China grob läuft: Ja, auch dort gibt es Arbeitsrecht! Ob das chinesische Rechtssystem nun einen ähnlich effektiven Rechtsschutz bietet wie das deutsche, bleibt dahingestellt. Menschenrechtsverletzungen in China sind leider nach wie vor ein Riesen-Thema! Dennoch ist ein isolierter Blick auf die arbeitsrechtliche Situation und Systematik ganz interessant.

Zur Geschichte: Im Jahr 1986 führte China ein Arbeitsvertragssystem ein. Dieses löste das epochale Konzept lebenslanger vertragsloser Beschäftigungsverhältnisse ab. Die Mitte des letzten Jahrzehnts publik gewordenen, zum Teil extremen Arbeitsbedingungen in manchen Provinzen führten zu einer Arbeitsrechtsreform, welche in einem neuen Arbeitsvertragsgesetz (AVG) gipfelte ...

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