Eine neue Dimension: Wuppertaler Landgericht verurteilt Vergewaltiger zu 100.000 Euro Schmerzensgeld

Die von der Justiz zuerkannten Schmerzensgelder fallen in Deutschland nach weit verbreiteter Auffassung oft deutlich zu niedrig aus und werden den tatsächlichen Beeinträchtigungen, die mit den körperlichen und psychischen Leiden der Geschädigten verbunden sind, bei weitem nicht gerecht. Nicht, dass ich US-amerikanischen Verhältnissen das Wort reden möchte, da werden bisweilen für relative Banalitäten Zigtausende oder gar Millionen zugesprochen. Illustre Beispiele finden sich bei ohlala.de.

Das Landgericht Wuppertal hat jetzt laut einem Bericht bei focus.de einer heute 20-jährigen jungen Frau, die vor vier Jahren entführt und mehrfach vergewaltigt worden war, ein Schmerzensgeld von 100.000 Euro zugesprochen und damit eine neue Dimension des immateriellen Schadensersatzes eröffnet. Die damals 16-jährige Schülerin aus Solingen war im 4. Monat schwanger, als sie von einem in der Nachbarschaft lebenden 29-jährigen Mann auf dem Schulweg abgefangen und in seine Wohnung verschleppt wurde. Vier Tage wurde sie gefangen gehalten, bevor ihr die Flucht gelang. Obwohl sie ihrem Peiniger mitteilte, dass sie schwanger war, soll der sie mindestens viermal stundenlang vergewaltigt haben ...

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